Auf nationalsozialistischen Spuren in Heidelberg
- 17. Juni
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Den Brückentag am 15.05.2026, kurz nach dem Tag der Befreiung, nutzte eine Gruppe von sechs Kindern und Jugendlichen zusammen mit zwei Pädagoginnen, um sich mit Heidelberg im Nationalsozialismus zu befassen. Ein besonderes Augenmerk galt dabei den Stolpersteinen.

Start war allerdings der "Faule Pelz", das ehemalige Heidelberger Gefängnis, in welchem während der NS-Zeit Tausende Menschen inhaftiert waren. Nächster Stopp war das Gebäude in der Hauptstraße 218 in der Nähe des Karlsplatzes. Ursprünglich Polizeigebäude, wurde es unter der NS-Herrschaft zum Gestapo Hauptquartier.
Im Anschluss suchte die Gruppe exemplarisch verschiedene Stolpersteine in der Heidelberger Altstadt auf. Neben der Beschäftigung mit den vielfältigen biographischen Hintergründen war die Gruppe mit Putzutensilien ausgestattet und reinigte die besuchten Stolpersteine.

Auch der Platz der ehemaligen Synagoge lag auf der Tour und die Geschichte wurde näher beleuchtet und die Gedenktafeln intensiv gelesen.
Besonders erschütterte die jungen Menschen, wofür man alles verhaftet, ins Arbeits- oder Konzentrationslager kam und am Ende ermordet wurde. Die Aktion T4 wurde in diesem Rahmen ausführlich am Beispiel von Bruno Oppenheimer (Sofienstraße 1) besprochen und ließ Fassungslosigkeit zurück.
Es war den Kindern und Jugendlichen sehr wichtig, die Menschen durch das Putzen der Stolpersteine zu ehren und sich mit ihren Biographien auseinanderzusetzen. Sie haben angeregt, dies fortzuführen. Es gab bereits eine zweite Aktion, an der auch weitere junge Menschen teilnahmen.

Wussten Sie, dass es ausdrücklich erwünscht ist, dass man über die Stolpersteine läuft? Dadurch werden sie "automatisch poliert".


